Rhinoplastik: Die richtige Vorbereitung für eine Nasen-OP

Es gibt viele Gründe, weswegen sich Menschen für eine chirurgische Nasenkorrektur entschieden. Einerseits sind die Motive medizinischer Natur, bei denen die Architektur der Nase zu Atemproblemen führt. Andererseits sind viele Menschen aus ästhetischen Gründen mit ihrer Nase unzufrieden und wünschen sich daher einen Schönheitseingriff: Die Rhinoplastik. Ist die Entscheidung für eine Nasen-OP gefallen, so gibt es einige Fragen zu klären und Vorbereitungen zu treffen. Die wichtigsten Punkte sind hier erläutert.

Chirurgen-Suche und der Trend zur OP im Ausland

Grundlegend steht an der ersten Stelle des Vorbereitungs- und Organisationsprozesses einer Nasen-OP zunächst die Suche nach einer geeigneten Schönheitsklinik, die diesen Eingriff anbietet. Es zeigt dabei ein regelrechter Trend hin zur Verlagerung solcher OPs ins Ausland, denn dort sind die Preise normalerweise erschwinglicher. Doch die Wahl eines günstigeren Angebotes ist insbesondere bei medizinisch sensiblen Eingriffen wie der Rhinoplastik nicht immer zu empfehlen. Oftmals leiden bei der Entscheidung für das Ausland etwa der Umfang an Beratung und das persönliche Kennenlernen des Arztes. Auch die Nachsorge ist so schwer zu gewährleisten. Für etwaige Kontrollen einige Monate nach der OP muss in der Theorie wieder eine Reise zur ausländischen Klinik unternommen werden. Wer diese Hindernisse vermeiden möchte, sollte sich daher eher lokal umschauen. In Deutschland sind Kliniken in allen größeren Städten angesiedelt, wodurch sich leicht Angebote für Schönheitschirurgie in Dortmund, München, Berlin oder Mannheim finden lassen.

Die Qualität der Arbeit eines Chirurgen lässt sich an verschiedenen Hinweisen bewerten. Eine dazugehörige Website sollte immer Informationen über die Berufserfahrung und etwaige Qualifikationen des Arztes enthalten. Gute Signale liefern Angaben über eine Facharztausbildung im Bereich der ästhetischen und plastischen Chirurgie, denn diese sind für die Umsetzung von Schönheitseingriffen ausschlaggebend. Ansonsten empfiehlt es sich, Erfahrungsberichte und Bewertungen vergangener Patienten zu lesen. Außerdem ist zu bedenken, dass das Werben mit Vorher-Nachher-Bildern in Deutschland verboten ist. Hat ein Arzt auf seiner Website derartige Bilder integriert, ist dies also kein automatischer Garant für schöne Ergebnisse, sondern ein Zeichen von mangelnder Professionalität. Erlaubt ist das Zeigen solcher Fotos lediglich in persönlichen Beratungsgesprächen.

Dos and Donts vor einer Nasen OP

Ist die Entscheidung für eine Schönheitsklinik gefallen, so gibt es vor der eigentlichen OP noch einige Vorbereitungen zu treffen, die den einwandfreien Ablauf des Eingriffs sicherstellen und etwaige Risikofaktoren eliminieren sollen.

Mindestens zwei Wochen vor dem OP-Termin ist auf Medikamente zu verzichten, die eine schmerz- und fiebersenkende sowie blutgerinnungshemmende Wirkung erzielen. Darunter zählt beispielsweise auch Aspirin. Das Absetzen von etwaigen Medikamenten zum Zweck der Operation ist vorher mit dem Arzt abzuklären, da Ersatzpräparate verabreicht werden können. Auch eine übermäßige Belastung des Körpers durch Rauchen und Alkoholkonsum sollte spätestens zwei Wochen vorher eingestellt werden. Etwaige Impfungen dürfen sowohl zwei Monate vor als auch zwei Monate nach der Nasen-OP nicht durchgeführt werden.

Ansonsten kann eine Nasen-OP nicht durchgeführt werden, wenn zum Termin des Eingriffes Atemwegserkrankungen vorliegen, darunter etwa Infekte aller Art oder Bronchitis. Auch Verletzungen und Wunden an und in der Nase müssen vor der Operation vollständig verheilt sein. Hierbei ist es wichtig, trotz der Vorfreude auf die neue Nase Ehrlichkeit gegenüber dem operierenden Arzt zu wahren. Das Verschweigen von Erkrankungen oder anderen relevanten Parametern kann im schlimmsten Fall ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko darstellen. Außerdem sollten sich Männer am Tag der OP rasieren und ausgeprägter Nasenhaarwuchs muss gestutzt werden, um hygienische Risiken zu vermeiden.

Realistische Erwartungen setzen

Patienten, die sich schon lange eine Veränderung ihrer Nase wünschen, haben in manchen Fällen falsche Erwartungen an ihre Nasen-OP. Um Enttäuschungen oder bösen Überraschungen vorzubeugen, ist es daher wichtig, sich einige Dinge vor der OP vor Augen zu führen.

Dazu gehört es, dass das wahre Endergebnis einer Nasen-OP meistens erst mehrere Monate nach dem Eingriff wirklich sichtbar wird. Die Nase braucht sehr viel Zeit, um zu heilen und abzuschwellen. Wer unmittelbar nach der Operation nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis ist, kann sich so vergewissern, dass sich die finale Form noch ändern wird. Dabei kann gerade die Zeit kurz nach der OP als äußerst anstrengend empfunden werden. Oft sind die Augenlider noch geschwollen, die Nase darf keinen starken Berührungen ausgesetzt werden und auch das Niesen mit geschlossenem Mund ist zu vermeiden. Auf längere Sicht ist zu bedenken, dass eine Nasen-OP durchaus ein ernstzunehmender Eingriff ist. Sportliche Aktivitäten und stärkere körperliche Belastungen sind in der Regel für mehrere Wochen zu vermeiden, um keine Risiken einzugehen.

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