Hitzewelle im Sommer: So schützen sich Risikopatienten vor gesundheitlichen Folgen!

Steigende Temperaturen gehören für viele Menschen zum Sommer dazu. Doch anhaltende Hitzewellen stellen insbesondere für ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, chronische Lungenerkrankungen oder eine eingeschränkte Nierenfunktion können dazu führen, dass der Körper Hitze schlechter ausgleichen kann.

Etwa 3.000 Menschen starben in Deutschland in den Sommern 2023 und 2024 jeweils an den Folgen von Hitze. Betroffen waren vor allem Menschen über 75 Jahre mit Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-, Lungen- oder Demenzerkrankungen. 

Gerade an heißen Tagen ist es deshalb wichtig, den eigenen Körper nicht zu überfordern und rechtzeitig auf Warnsignale zu achten.

Warum Hitze den Körper belastet

Um die Körpertemperatur konstant zu halten, erweitert der Organismus bei hohen Außentemperaturen die Blutgefäße und produziert Schweiß. Dadurch verliert der Körper Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe. Gleichzeitig muss das Herz mehr arbeiten, um die Durchblutung aufrechtzuerhalten.

Bei gesunden Menschen gelingt dieser Ausgleich meist problemlos. Bei chronischen Erkrankungen oder im höheren Alter funktionieren diese Mechanismen jedoch häufig eingeschränkt. Die Folge können Kreislaufprobleme, Schwindel, Erschöpfung oder sogar lebensbedrohliche Hitzeschäden sein.

Wer besonders gefährdet ist

Zu den Risikogruppen gehören insbesondere:

  • Menschen über 65 Jahre
  • Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Menschen mit Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz
  • Personen mit Diabetes mellitus
  • Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen wie COPD
  • Menschen mit Nieren- oder Stoffwechselerkrankungen
  • Pflegebedürftige und bettlägerige Personen
  • Säuglinge und Kleinkinder

Auch bestimmte Medikamente können die Wärmeregulation oder den Flüssigkeitshaushalt beeinflussen. Dazu zählen beispielsweise entwässernde Medikamente (Diuretika), einige Blutdrucksenker oder Psychopharmaka. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte diese niemals eigenständig absetzen, sondern sich bei Unsicherheiten ärztlich beraten lassen.

Warnzeichen ernst nehmen

Folgende Beschwerden können auf eine Überhitzung hindeuten:

  • starke Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Muskelkrämpfe
  • Kreislaufbeschwerden
  • ungewöhnliche Verwirrtheit

Treten hohes Fieber, Bewusstseinsstörungen oder ein Kollaps auf, handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der sofort ärztlich behandelt werden muss.

Die wichtigsten Tipps für heiße Tage

Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich reduzieren:

Ausreichend trinken: Wer keine ärztliche Trinkmengenbegrenzung hat, sollte regelmäßig Wasser oder ungesüßten Tee trinken, auch ohne Durstgefühl.

Wohnräume kühl halten: Fenster morgens und nachts öffnen, tagsüber Rollläden oder Vorhänge schließen.

Körperliche Belastung vermeiden: Anstrengende Aktivitäten möglichst auf die frühen Morgen- oder Abendstunden verlegen.

Leichte Ernährung bevorzugen: Mehrere kleine Mahlzeiten mit viel Obst und Gemüse belasten den Körper weniger als schwere Speisen.

Lockere Kleidung tragen: Helle, luftige Kleidung unterstützt die Wärmeabgabe.

Direkte Sonne meiden: Besonders zwischen 11 und 17 Uhr sollten längere Aufenthalte in der prallen Sonne vermieden werden.

Angehörige können entscheidend helfen

Viele hitzebedingte Notfälle betreffen alleinlebende ältere Menschen. Regelmäßige Besuche oder Telefonate können helfen, gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Auch das Bereitstellen von Getränken oder die Erinnerung ans Trinken kann bereits einen wichtigen Beitrag leisten.

Wann ärztliche Hilfe erforderlich ist

Verschlechtern sich bestehende Erkrankungen während einer Hitzewelle oder treten starke Kreislaufprobleme, Atemnot, Brustschmerzen oder Bewusstseinsstörungen auf, sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Gerade für Menschen mit chronischen Erkrankungen lohnt es sich, den Sommer nicht zu unterschätzen. Mit einer guten Vorbereitung und einfachen Vorsichtsmaßnahmen lassen sich viele gesundheitliche Risiken deutlich reduzieren und heiße Tage sicherer überstehen.

Welche Rolle können Privatkliniken spielen?

Für Menschen mit chronischen Erkrankungen oder erhöhtem gesundheitlichem Risiko kann eine frühzeitige medizinische Betreuung entscheidend sein. Privatkliniken bieten in vielen Fachbereichen (etwa der Kardiologie, Inneren Medizin, Pneumologie oder Geriatrie) spezialisierte Diagnostik und individuelle Behandlungskonzepte an. Insbesondere wenn sich bestehende Beschwerden während einer Hitzewelle verschlechtern oder eine weiterführende Abklärung erforderlich ist, können sie eine sinnvolle Anlaufstelle sein.
Auf unserem PrivatklinikPortal finden Patienten Informationen zu spezialisierten Privatkliniken und Fachzentren in Deutschland. So lässt sich bei Bedarf gezielt eine Einrichtung finden, die auf die jeweilige Erkrankung oder den individuellen Behandlungsbedarf ausgerichtet ist.

Unser Tipp

Um sich rechtzeitig auf hohe Temperaturen vorzubereiten, empfiehlt es sich außerdem, die aktuellen Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes zu verfolgen. Auf der Seite Hitzewarnungen.de können Sie prüfen, ob für Ihre Region eine amtliche Hitzewarnung besteht.

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